Wort der Woche (I)

Beim gedankenverlorenen Lauschen von WDR2 lief ein Beitrag über die Bekämpfung des Neujahrskaters. Und der aus meiner Sicht schwachsinnigste Begriff und gleichzeitig unsinnigste Tipp fiel das „Konterbier„.
Nachgestelltes Gespräch:
„Also, wenn ich Neujahr so nen richtigen Kater habe, trink‘ ich erstmal ein Konterbier.“

Abgesehen davon, dass dieser Begriff mir persönlich so etwas von eigenartig vorkommt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Konterbier auch nur in Ansätzen Erfolg verspricht. Die Zufuhr von noch mehr Alkohol nach der Zufuhr von zu viel Alkohol erscheint auch bei mehrfachen Überlegungen nicht sinnvoll, oder?
Oder hat da jemand angemessene Erfahrungsberichte loszuwerden?

4 Antworten zu Wort der Woche (I)

  1. Kaelghaar sagt:

    Ja, das kann hilfreich sein…aber nur temporär. Alkoholabbau ist ne Prioritätengeschichte im Körper. Wenn Du nen Kater hast, dann ist das ja eine Reaktion auf die Vergiftung im Körper verursacht durch das Methanol vom Alkohol.
    Erstmal bauen die Enzyme den Alkohol ab, also Ethanol, danach das Methanol. Aus dem Methanol entsteht Methansäure -> daher die Kopfschmerzen und Begleiterscheinungen..wenn Du jetzt wieder n bissi Alkohol trinkst, hast Du wieder Ethanol im Körper. Die Enzyme gehen also wieder daran und die Kopfschmerzen verschwinden/werden weniger weil keine Methansäure mehr gebildet wird und die vorhandene gleichzeitig abgebaut wird. Wenn die Enzyme nu kein Ethanol mehr haben, gehen sie wieder ans Methanol. Temporär ist Dir also damit geholfen aber Du verlängerst das Elend eigentlich nur..besser sind Magnesiumtabletten oder aber Mineralwasser um den Elektrolythaushalt wieder aufzupeppen..

  2. Berlas sagt:

    Boa lange geübt dir dein Konterbier schön zu reden Kai?

  3. Kaelghaar sagt:

    Pff..Chemie für Anfänger

  4. SimSim sagt:

    Nun, die Theorie des Konterbiers hab‘ ich auch schon gehört und sogar schon probiert. Ich kannte es bis anhin aber nur unter der Bezeichnung „Reparaturbier“ und dieses wirkt immer! Allerdings eben nur temporär und es hat lediglich eine hinauszögernde Wirkung.

    Es gibt ja da auch andere Mittel und Wege:
    – Viel Wasser (idealerweise zwischendurch)
    – Sauerstoff, frische Luft, rausgehen, tief atmen, Joggen, Bewegung…
    – Chemie (Aspirin, Alkaselzer, Paracetamol, Tonopan, Spalt etc.)
    – Ignorieren (nur für wirklich harte Hunde!)
    – Kalte Pizza zum Frühstück (oder sonst was nährstoffreiches, fettiges, flüssigkeitsreiches, was den Elektrolythaushalt wieder ins Lot bringt (ob’s hilft, weiss ich nicht, aber schmecken tut’s))
    – Den Kater einfach verschlafen
    – Hab ich noch nie probiert, aber gemäss meiner Lieblingsärzte-Serie funktionierts; Infusion mit Kochsalz-Lösung
    – Gegen jegliche Art von Kopfschmerzen soll auch Sex helfen (was die Frauen-Ausrede Number 1 entkräftet und gut als Konterargument eingesetzt werden kann!)
    – Am wirkungsvollsten, allerdings nicht so lustig: Nichts (oder weniger) tringen 😉
    – … und dann gibt’s ja noch n’Haufen Hausmittelchen und eklige Mischungen (z.B. Kaffe mit Zitronensaft / Rotwein mit Eigelb und Salz, Zucker, Chili etc. etc.)

    … aber das Konter- oder eben Reparaturbier ist nach wie vor eine meiner präferenzierten Methoden, da der Aufwand recht gering ist… Ist halt eben bloss ein Wohlbefinden auf Kredit…

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